Electro Swing – was ist das eigentlich?

Electro Swing ist eine Kombination von elektronischer Musik mit Swing.
Klingt einleuchtend und damit wäre die Frage auch schon geklärt. Doch ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Also fangen wir ganz von vorne an:

Swing, das ist eine Stilrichtung des Jazz, die sich in den 1920er und 30er Jahren zuerst in den USA etablierte. Man kann sie sozusagen als die Club-Musik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen.

Viele Jahrzehnte später – etwa mitte der 1990er Jahre – begannen verschiedene DJ´s und andere Musiker damit, Tracks mit Swing-Elementen zu produzieren. So brachte die niederländische House-Formation Doop die ersten Songs auf den Markt, die mit dem heutigen Electro Swing oder Swing House vergleichbar sind. Vor allem der Song Doop war sehr erfolgreich. So eine richtige Kontinuität war jedoch nicht spürbar, so dass sich dieser neue Stil damals noch nicht so recht durchsetzen konnte.

Es dauerte weitere 10 Jahre, bis die ersten reinen Electro Swing Alben auf den Markt kamen. Künstler wie Parov Stelar und Caravan Palace fusionierten bekannte Swing- und Jazz-Melodien mit elektronischer Musik und verstärkten so den Siegeszug dieser neuen Musikrichtung.

Mittlerweile ist Electro Swing weitaus mehr, als Swing- und Jazz verbunden mit stampfenden House-Beats. In den letzten Jahren hat sich dieses Genre immer weiterentwickelt und mit vielen anderen Musikstilen vermischt. Dadurch sind wieder neue untergeordnete Stile entstanden. Dazu gehören neben Swing House und Neo Swing auch Subgenres wie Swing Hop, Tech Swing oder Swing’n’Bass. Inzwischen ist man dabei nicht mehr auf Swing oder Jazz festgelegt. So begann Charlie Beale etwa 2015 damit, Blues mit elektronischer Musik zu fusionieren.

Und na ja… wohin die Reise weiter geht, das kann wohl niemand genau sagen. Allgemein trägt Electro Swing viel dazu bei, dass Menschen – auch unterschiedlicher Generationen – zusammenzukommen und gemeinsam Spaß an der Musik haben.

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